Sie stellen sich eine Frage bezüglich der Blut-Spende?

Allgemeines

  • Wer kann Blut spenden?

    Jede Person im Alter ab 18 Jahren darf Blut spenden.
    Achtung: Die erste Blutspende muss vor dem Tag des 66. Geburtstages erfolgt sein.
    Über den 66. Geburtstag hinaus sind alle Spendearten nur erlaubt, wenn die vorherige Spende weniger als 3 Jahre zurückliegt.
    Man muss gesund sein und mindestens 50 kg wiegen.
    Die Spendefähigkeit wird bei einem ärztlichen Gespräch vor der Spende überprüft.

  • Wo und wann kann man Blut spenden?

    Zwei Möglichkeiten:

    An Orten der Wander-Blutspendeaktionen: Alle Entnahmeorte und ihre Zeiten sind in einem Terminkalender der Blutspendeaktionen zusammengefasst. Durch ihn können Sie die Lage des Ortes leicht ermitteln, der für Sie zum Blutspenden am einfachsten ist.
    In den ortsfesten Entnahmestätten: Die Zeiten, Adressen und Telefonnummern der ortsfesten Entnahmestätten sind ebenfalls in der Rubrik 'Terminkalender der Blutspendeaktionen' aufgeführt.
    Eine gebührenfreie Telefonnummer steht Ihnen für weitere Informationen zur Verfügung: 0800 92 245. Sie können auch eine E-Mail senden an info@croix-rouge.be.

  • Dauert das lange?

    Die eigentliche Entnahme dauert 5 bis 12 Minuten. Unter Berücksichtigung der Anmeldung, der ärztlichen Untersuchung und der Ruhezeit nach der Spende muss man eine Zeit von ungefähr 30 bis 45 Minuten vorsehen.

  • Wie häufig erfolgt das Blutspenden?

    Man darf 4 Mal pro Jahr Blut spenden, bei einem Intervall von mindestens zwei 2 Monaten zwischen zwei Blutspenden.

    Für die Plasmaspenden ist ein Zeitraum von 2 Wochen, bezogen auf jede andere Spende, einzuhalten.

    Für die Blutplättchenspenden empfehlen wir eine Wartezeit von 1 Monat zwischen einer Blutspende und einer Blutplättchenspende, aber der Mindestzeitraum beträgt 2 Wochen.

  • Benötigt man meine Blutgruppe?

    JA! Wir benötigen ALLE Blutgruppen!

  • Muss ich einen Termin vereinbaren, um Blut zu spenden?

    Für die Blutspende ist es nicht erforderlich, einen Termin zu vereinbaren. Sie können sich spontan zu einem Ort unserer Blutspendeaktionen oder an eine unserer ortsfesten Entnahmestätten begeben. Um den Zeitplan unserer Blutspendeaktionen einzusehen oder um eine in Ihrer Nähe zu finden, ziehen Sie die Rubrik 'Terminkalender unserer Blutspendeaktionen' zurate.

  • Welche Dokumente muss ich zum Durchführen einer Blutspende mitbringen?

    Sie brauchen nur einen Ausweis mit Lichtbild.

  • Muss ich nüchtern sein?

    Im Gegenteil! Man muss vor dem Blutspenden etwas gegessen haben. Es ist jedoch besser auf jede Art einer üppigen Mahlzeit zu verzichten, um das Blut hinsichtlich der darin enthaltenen Fette nicht zu überlasten. Es ist ebenfalls wichtig, vor der Blutspende ausreichend zu trinken (2-3 Glas Wasser).

  • Warum muss man jedes Mal einen medizinischen Fragebogen ausfüllen?

    Der Fragebogen und das durchgeführte vertrauliche ärztliche Gespräch ermöglichen die Beurteilung, ob der gegenwärtige Gesundheitszustand des Spenders, ihm gestattet sein Blut zu spenden oder eben nicht. Und zwar sowohl zum Nutzen des Spenders selbst als auch dem des Empfängers. Deshalb umfasst der Fragebogen Fragen u. a. zu etwaigen Krankheiten, zu einer Operation, zu Reisen und zu der Möglichkeit eines vorliegenden Risikoverhaltens.

    Korrekte, genaue und ehrliche Antworten auf all diese Fragen sind unerlässlich, um die Sicherheit von Transfusionen sowohl für den Spender als auch die Patienten sicherzustellen, die die Produkte aus der Spende erhalten werden.

  • Welche Blutmenge spendet man?

    Die entnommene Menge beträgt zwischen 430 et 470 ml, und zwar je nach Gewicht und der Größe des Spenders.

  • Ist die entnommene Menge nicht zu viel?

    Ein Erwachsener verfügt je nach Gewicht über 4 bis 5 Liter Blut. Die an das Gewicht des Spenders angepasste Entnahme hat keine nachteiligen Folgen für einen gesunden Erwachsenen, der mindestens 50 kg wiegt.

    Darüber hinaus wird die entnommene Blutmenge vom menschlichen Organismus schnell ersetzt, und zwar so, dass sie vollkommen ausgeglichen wird.

  • Wie lange braucht der menschliche Körper für das Ersetzen des entnommenen Blutes?

    Durch die Blutspende entsteht kein Defizit beim Spender.

    Der Flüssigkeitsverlust wird sofort ausgeglichen. Die Proteine und die Antikörper, die sich im Blut befinden, werden sehr schnell neu produziert (nach einigen Stunden bis einigen Tagen). Die Blutzellen werden in einigen Wochen ersetzt.

  • Tut das weh, wenn ich Blut spende?

    Man kann eine leichte Empfindlichkeit zum Zeitpunkt des Einstiches wie bei einer Blutabnahme spüren. Das Fließen des Blutes ist schmerzlos.

    In einigen seltenen Fällen kann es vorkommen, dass es ein Hämatom (d. h. einen blauen Fleck) am Einstichort gibt. Dieses Hämatom ist aber mit keinen Folgen verbunden.

  • Welche Analysen werden durchgeführt?

    Wir führen eine Reihe von Analysen durch, die einerseits die Suche nach übertragbaren Krankheiten durch Bluttransfusionen betreffen (Hepatitis B, Hepatitis C, (HIV) AIDS und Syphilis) sowie andererseits die Bestimmung der Blutgruppe, die Zählung der roten Blutkörperchen, der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen.

    Die Suche nach Antikörpern gegen Malaria oder die Chagas-Krankheit wird bei jeder Person durchgeführt, die sich in einem Risikoland aufgehalten hat.

  • Werde ich über die Ergebnisse der Analysen unterrichtet?

    Wenn die Ergebnisse normal sind, erfolgt keine Mitteilung an den Spender, außer wenn Sie bei Ihrer Spende darum gebeten haben. Im Falle einer Anomalie wird der Spender per Post benachrichtigt.

  • Kann ich mir durch das Blutspenden eine Krankheit zuziehen?

    NEIN. Es besteht kein Kontaminierungsrisiko, weil für jede Spende ein steriles Material (Beutel und Nadel) für den einmaligen Gebrauch verwendet wird. Dies gilt gleichermaßen für die Plasma- und Blutplättchenspenden. Jedes Kontaminierungsrisiko ist somit ausgeschlossen.

  • Sind die Blutprodukte sicher?

    Mehrere Maßnahmen garantieren die maximale Sicherheit der Bluttransfusionen:

    - Die Spende ist nur kostendeckend und freiwillig;
    - Durch ein ärztliches Gespräch mit den Spendern vor der Spende wird die Spendefähigkeit überprüft;
    - Es werden biologische Analysen an jeder Spende durchgeführt;
    - Das Plasma und die Blutplättchen, die aus einer Spende gewonnen wurden, werden behandelt, um das etwaige Vorhandensein von Viren oder Bakterien zu reduzieren;
    - Der Spender wird aufgefordert, uns nach der Spende zu kontaktieren, falls er denkt, dass ein Risiko hinsichtlich der Übertragung seines Blutes besteht. Die Spende wird dann beseitigt. Im Zweifelsfall oder wenn Sie denken, dass ein Risiko besteht, rufen Sie unter 078 051 053 an.

    Ferner wurde ein Qualitätssicherungssystem eingerichtet, um alle Prozesse in Verbindung mit den Aktivitäten des Blutspendedienstes zu beherrschen.

  • Beeinflusst die Blutspende den Blutdruck?

    Der Blutdruck oder arterielle Druck sinkt nach der Entnahme sehr leicht, steigt aber wieder an und stabilisiert sich schnell.

    Es ist wichtig, nach der Spende nicht zu schnell aufzustehen, eine Zwischenverpflegung zu sich zu nehmen und ausreichend zu trinken.

  • Werden durch die Entnahme die Venen beschädigt?

    Nein. Es kann allerhöchstens eine kleine Narbe an dem Ort geben, wo man gewöhnlich einsticht.

  • Gibt es besondere Regeln für Sportler/innen?

    Nach einer Spende ist das Treiben von Sport in moderater Form erlaubt. Es wird ein Wartezeitraum von 12 Stunden für das Ausüben der folgenden Sportarten empfohlen:

    - Radsport, Mountainbiken, Schwimmen 
    - Automobil-, Wettbewerbsmotorrad-Sportarten
    - alle Sportarten „mit viel Körpereinsatz“, wie z. B. Judo, Boxen, Ringen, Karate, Rugby, Football, Eishockey

    Es wird davon abgeraten, zu spenden, wenn man 24 Stunden zuvor oder danach an einem Wettkampf teilnimmt oder eine der folgenden Sportarten ausübt: Bergsteigen, Drachenfliegen, Tauchen, Höhlenwandern.

  • Gibt es besondere Regeln für Autofahrer/innen?

    Nein, keine speziellen. Die während der Zwischenverpflegung genommene Ruhezeit nach der Spende reicht aus, um sich wieder hinter das Lenkrad setzen zu können, sofern man sich wohl fühlt.

  • Darf ich Blut spenden, wenn ich von einer Reise zurückkehre?

    Alles hängt von Ihrem Reiseziel ab. Wenn Sie von einem tropischen Reiseziel zurückkehren, müssen Sie 6 Monate lang warten bevor Sie Blut spenden dürfen. In den anderen Fällen kann ein Zeitraum von 28 Tagen erforderlich sein. Für weitere Informationen fordern wir Sie auf, uns anzurufen unter 0800 92 245 oder uns eine E-Mail zu senden an info@croix-rouge.be.

  • Wie kann ich meine Blutgruppe erfahren?

    Nach zwei Blutspenden senden wir Ihnen Ihren Spenderausweis zu, auf dem wir Ihre Blutgruppe angeben. Sie können sie auch bei Ihrer Blutspende beim Arzt erfragen.
    Wir können sie Ihnen jedoch weder telefonisch noch per E-Mail mitteilen.

  • Werde ich einen Spenderausweis erhalten?

    Nach 2 Blutspenden senden wir Ihnen Ihren Blutspenderausweis zu, auf dem Sie Ihre Blutgruppe und Ihre Spendernummer finden werden.

    Das Gesetz schreibt vor, dass die Analyse der Blutgruppe zwei Mal an zwei unterschiedlichen Tagen zu erfolgen hat, um Ihnen Ihren Spenderausweis zusenden zu können.

  • Existiert künstliches Blut?

    Es laufen seit Jahren wissenschaftliche Forschungsarbeiten, denen es bis heute nicht gelungen ist, künstliches Blut herzustellen. Man kann daher noch nicht auf Blutspenden verzichten, um die Kranken und die Verwundeten, die diese brauchen, zu behandeln.

    Die gentechnischen Verfahren gestatten es allerdings, heute Plasmaderivate, wie z. B. die Gerinnungsfaktoren, künstlich zu produzieren, die beispielsweise für Bluter gebraucht werden.

  • Wie groß ist der Anteil der Blutgruppen in Belgien?

    - Gruppe 0: 44 %
    - Gruppe A: 45 %
    - Gruppe B: 8 %
    - Gruppe AB: 3 %

    Mehr erfahren über die Verteilung der Blutgruppen

  • Wann verwendet man das Blut?

    Es werden vor allem Blutprodukte für das Behandeln der Krankheiten benötigt, die die Blutherstellung beeinflussen, beispielsweise im Falle von Leukämien oder bei Chemotherapien. Personen, die viel Blut verloren haben, zum Beispiel bei einem Unfall oder einer schweren Operation, sind ebenfalls auf Blutkonserven angewiesen.

    Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, lesen Sie unsere Seite, die der „Blutspende“ gewidmet ist.

  • Sind die Blutspenden in Belgien ausreichend?

    Belgien ist ein Land, in dem genügend Blut zur Verfügung steht.

    Damit die Selbstversorgung sichergestellt bleibt, muss sich der Blutspendedienst auf das regelmäßige Erscheinen der bestehenden Spender bei Spendeaktionen, aber auch auf einen ständigen Ersatz von Spendern verlassen können, die nicht mehr spenden.

  • Verkauft Belgien Blut an das Ausland?

    Das Gesetz untersagt in Verbindung mit dem Blut jeglichen Gewinn.
    Das in Belgien entnommene Blut wird in Belgien für Transfusionen verwendet. Jedoch kann bei einem großen Bedarf im Ausland (beispielsweise durch ein Erdbeben) Belgien um eine kurze vorübergehende Hilfe gebeten werden.

  • Warum wird das Blut in den Krankenhäusern nicht kostenlos verteilt?

    Die Blut-Spende ist nur kostendeckend; das Blut wird also nicht kostenlos an die Krankenhäuser geliefert, aber es wird an diesem Verkauf kein Gewinn erzielt.
    Die Preise für die Blutprodukte sind durch das Gesetz festgelegt und decken nur die für ihre Verwendung und Sicherheit erforderlichen Arbeitsleistungen: Entnahme, Zubereitung, Analysen, Lagerung und Verteilung. All dies erfordert ein qualifiziertes Personal und ein leistungsfähiges Material.

  • Ich kann nicht bzw. nicht mehr mein Blut spenden. Kann ich mich auf eine andere Weise engagieren?

    Sie können leider nicht oder nicht mehr Ihr Blut spenden? Sie können immer noch unsere Sache auf eine andere Weise unterstützen, indem Sie ein guter Botschafter werden und in Ihrem Umfeld darüber sprechen.
    Vielen Dank für das Interesse, das Sie der Blutspende entgegenbringen.
    Wenn Sie sich für ein Ehrenamt engagieren möchten, können Sie jederzeit das von Ihnen aus nächstgelegene 'Maison Croix-Rouge' kontaktieren.